Energy Earth hält trotz Krise im Kohlesektor an starken Wachstumsplänen fest

Die etablierte Gesellschaft aus Fernost gehört nach wie vor zu den wettbewerbsstärkeren Kohlekonzernen, was nicht nur auf die Diversifikation zurückzuführen ist.

Energy Earth kann auf eine sehr erfolgreiche Etablierung als beeindruckende Wachstums-Story im Kohle- und Energiesegment in den letzten Jahren zurückblicken. Und das Wachstumspotential des Konzerns  ist laut der Verantwortlichen noch lange nicht ausgeschöpft.

Die Umsätze und Gewinne sind während der vergangenen Jahre förmlich in den Himmel geschossen. Im Jahr 2009 generierte die Gesellschaft noch Erlöse von rund 24 Mio. EUR und erwirtschaftete einen Nettogewinn von ca. 175.000 EUR.  Im nächsten Jahr betrugen die Umsätze schon 41 Mio. EUR, der Gewinn knapp 1,7 Mio. EUR. In 2011 setzte der nun zweitgrößte Kohlekonzern Thailands bereits über 100 Mio. EUR um, Gewinn: 9,3 Mio. EUR. In 2012 gab es dann die nächste enorme Steigerung. Energy Earth verzeichnete im vergangenen Jahr Erlöse in Höhe von fast 250 Mio. EUR und strich einen Nettogewinn von über 30 Mio. EUR ein.

So konnten die Konzernumsätze seit 2009 um Faktor 10+ gesteigert werden. Der Gewinn stieg seit diesem Jahr prozentual um mehrere tausend Prozent an. Energy Earth schaffte es außerdem trotz der schweren Krise im Kohlsektor nicht nur weiter stark zu wachsen, sondern auch die Profitabilitäts- und Gewinnmargen relativ stabil zu halten – und in einigen Bereichen wurden diese sogar verbessert. So ging das starke Wachstums auch nicht auf Kosten der Effizienz. Genau das war, ist und bleibt entscheidend.

Diese Fakten sind beeindruckend und rar zugleich. Insbesondere wenn man sich den Großteil der produzierenden Kohlegesellschaften weltweit in den letzten Jahren anschaute. Fast alle Kohleunternehmen kamen sehr stark unter die Räder und nur ganz wenige von ihnen haben unter dem Strich noch ein gutes Geld verdient.

Die Hauptgründe dieser Outperformance im Hinblick auf eine beherrschbare Kostenseite und eine solide Profitabilität sind u.a. extrem diszipliniertes Kapital- und Investitionsmanagement, ein sehr robustes und attraktives Handelssegment, den Fokus auf besonders rentable und solide Kohlelagerstätten mit starker Infrastruktur und attraktiver Location, die lukrativen ausgehandelten Abnahmeverträge mit Großklienten und eine sehr bedachte Wachstumsstrategie der Verantwortlichen.

Zudem kommt die vor allem in Krisenzeiten hilfreiche Diversifikation eines Rohstoffunternehmens. So ist der Kohlehandel in Fernost generell wesentlich schwankungsärmer als die Kohleproduktion. Die Margen sind zwar niedriger, dafür aber wie gesagt wesentlich stabiler. Darüber hinaus geht Energy Earth neue Wege Richtung Erschließung und Kontrolle der kompletten Wertschöpfungskette.

Um im Energiesegment auf das Gaspedal treten zu können, hat Energy Earth extra eine eigene Tochtergesellschaft im Frühsommer gegründet, die sich zu 100% auf das neue Segment mit den notwendigen Kapitalmitteln konzentrieren soll. Schließlich liegen die Synergieeffekte auf der Hand. Wer bereits Kohle produzierte und danach vertreibt, der kann sich auch im finalen Teil der Wertschöpfungskette versuchen zu positionieren. Hier braucht es natürlich sehr gute Kontakte, viele Fachspezialisten und eine zielstrebige und gut durchdachte Strategie. Alle diese Voraussetzungen konnte Energy Earth erfüllen.

Nun visiert man mittelfristig an, einen Teil der produzierten Kohle nicht mehr in Fernost zu vertreiben, sondern in den eigenen bzw. Partner-Kraftwerken zu verbrauchen, um damit Energie herzustellen.

So gibt sich die ehrgeizige Gesellschaft trotz der weiterhin schwierigen Lage im globalen Kohlesektor dennoch optimistisch, die ansehnlichen Jahresziele im Hinblick auf die Umsätze und Gewinnerwartungen erfüllen zu können. Diese sehen eine Erlössteigerung um ca. 30-35% vor und eine Erhöhung des Nettogewinns im gleichen Zeitraum von über 60% gegenüber dem Vorjahr. Tritt dies ein, würde Energy Earth operativ erneut glänzen.

Es wird spannend, ob Energy Earth diese Ziele final erreichen wird, denn das Unternehmen ist natürlich keineswegs immun gegen die extreme Baisse-Phase in der globalen Kohleindustrie. Skepsis war in den letzten Wochen bereits im Aktienkurs ersichtlich.

Bildquellen: fotolia, istockphoto
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Oliver Groß
Oliver Groß ist seit vielen Jahren im Rohstoffsektor aktiv. Er ist Mitgründer und Initiator eines exklusiven Börsenforums, das sich auf Rohstoffe und Rohstoffaktien spezialisiert hat. Oliver Groß legt bei Rohstoffaktien und Rohstofftrends großen Wert auf ausführliche Fundamentalanalysen und tiefgehenden Research. Während der letzten Jahre konnte Herr Groß sein globales Kontaktnetzwerk im Rohstoffsektor weiter ausbauen. Er pflegt intensive Kontakte zu zahlreichen Unternehmenschefs, Geologen und Rohstoffspezialisten. Oliver Groß schreibt über aktuelle Geschehnisse an den Rohstoffmärkten und macht auf spannende Rohstoffstories aufmerksam.

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