Entwicklung der globalen Goldproduktion: Peak Gold wird wahrscheinlich

Die globale Gold-Förderung könnte nachhaltig ihre Hochstände gesehen haben.

Über die letzten 150 Jahre hat die globale Gold-Produktion um über 1.500% zugelegt. Den letzten Schub gab es einher mit der großen Gold-Hausse im letzten Jahrzehnt.

Im Hinblick auf die schwere Baisse bei den Goldminen-Gesellschaften, die wegen zu hohen Kosten mehr und mehr Minen schließen und Belastungsüberprüfungen unterziehen müssen, mehren sich  seit geraumer Zeit die Gründe für Peak Gold.

In der Goldbranche generell und insbesondere bei den Majors zeichnet sich ein tiefgreifender Richtungswechsel ab, der existenziell ist. Sowohl in der Geschäftsstrategie, als auch in der gesamten Unternehmensphilosophie.

Die expansive Geschäftspolitik und die Gier nach Wachstum und Umsatzanteilen kommen nun zwangsweise zu Ende. Sie sind finanziell nicht mehr aufrecht zu erhalten, geschweige denn bei den Aktionären noch irgendwie zu rechtfertigen. Das ist de facto nur ein sehr gutes Zeichen, vor allem langfristig.

Denn der Fokus auf realer Shareholder Return, Profitabilität und Kapitaleffizienz ist unverzichtbar, um aus dem tiefen Sumpf überhaupt herauszukommen und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit gewährleisten zu können.

Parallel steigt der Druck auf der Kapital- und Kosten-Seite. Etliche Majors haben gar keine Wahl mehr. Sie müssen große Teile der ursprünglich geplanten Projektexpansionen und Neu-Investitionen radikal auf Eis legen.

So liegt es auf der Hand, dass die Angebotsseite der Goldbranche in den nächsten Jahren wohl zunehmend unter Druck kommen könnte. Zumindest schaut es danach aus, dass die globale Gold-Produktion ihren Hochstand erreicht hat.

Dies spiegelt auch die realen Misserfolge der Projekt-Exploration im green field Bereich des Goldsektors wider. Trotz Rekordsummen in der Projektexploration während der letzten 10 Jahre, wurden nur wenig sehr bedeutende neue Lagerstätten entdeckt.

Die Anzahl der Gold-Discoveries im Multi-Millionen Unzen-Bereich kennt seit vielen Jahren nur den Weg nach unten. Nun müssen die Majors auch noch genau diese green field Investitionen enorm kappen, um die Bilanzen etwas zu entspannen.

Sieht man sich nun noch an, welche der entdeckten MOz-Vorkommen zu den gegenwärtigen Goldpreisen wirklich profitabel wären, dann ist die reale Menge der ökonomischen Gold-Discoveries und damit des potentiellen, zukünftigen Gold-Angebots noch geringer..

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Quelle: sharelynx.com

Bildquellen: fotolia, istockphoto
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Oliver Groß
Oliver Groß ist seit vielen Jahren im Rohstoffsektor aktiv. Er ist Mitgründer und Initiator eines exklusiven Börsenforums, das sich auf Rohstoffe und Rohstoffaktien spezialisiert hat. Oliver Groß legt bei Rohstoffaktien und Rohstofftrends großen Wert auf ausführliche Fundamentalanalysen und tiefgehenden Research. Während der letzten Jahre konnte Herr Groß sein globales Kontaktnetzwerk im Rohstoffsektor weiter ausbauen. Er pflegt intensive Kontakte zu zahlreichen Unternehmenschefs, Geologen und Rohstoffspezialisten. Oliver Groß schreibt über aktuelle Geschehnisse an den Rohstoffmärkten und macht auf spannende Rohstoffstories aufmerksam.

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