Hudbay Minerals sieht sich nach neuen Übernahmeobjekten um

Der wachstumsstarke Buntmetallproduzent Hudbay Minerals wappnet sich für neue Übernahmen im Basismetallsektor und heizt damit wieder die M&A-Gerüchteküche an.

Wie Hudbay’s CEO David Garofalo letzte Woche der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, schaut sich das kanadische Minenunternehmen nach weiteren aussichtsreichen Akquisitionsprojekten im Kernsegment um.

Hudbay will seine aggressive Wachstumsstrategie in den nächsten Jahren fortsetzen. Ob organisch oder anorganisch – das Produktionsvolumen wird nach den Unternehmensplänen nur die Richtung nach oben kennen. Bis 2016 soll bspw. die Kupferproduktion um das Fünffache zulegen.

Das generelle Timing für weitere Akquisitionen bietet sich schließlich weiterhin mehr als an. Denn die anhaltende Schwächephase im Minensektor offeriert etliche interessante Kaufgelegenheiten zu lukrativen Preisniveaus.

So ergeben sich in dieser Zeit Privilegien für jeden kapitalstarken Rohstoffkonzern, der die Krise relativ solide überstehen wird. Und genau zu diesen gehört auch eine Hudbay Minerals. Vielleicht gab es in den letzten 10 Jahren keine bessere Zeit für mittlere Produzenten an der ausgebombten „Juniorfront“ zuzuschlagen.

Natürlich litt Hudbay wie alle Gesellschaften ebenfalls stark unter fallenden Rohstoffpreisen und einer Explosion der Produktion- und Gesamtförderkosten. Jedoch steht Hudbay nach besonders herausfordernden zwei Jahren nach wie vor noch relativ stark da, was die solide Bilanz und Kapitallage unterstreicht. Hudbay verfügt zum Ende des zweiten Quartals über 1 Mrd. USD an Barmitteln und die gesamte Liquiditätslinie steht bei eindrucksvollen 1,5 Mrd. USD. Nur als Relation und Vergleich die aktuelle Marktkapitalisierung, welche unter dieser Summe liegt.

Hudbay fördert in Manitoba Kupfer, Zink und Edelmetalle und baut gegenwärtig zwei weitere, bedeutende Minen in Peru und Kanada auf. Die erhebliche Steigerung der Kupferproduktion wird maßgeblich auf die Constancia Mine in Peru entfallen, welche in den ersten 5 Jahren 120.000 Tonnen pro Jahr produzieren wird. Start der kommerziellen Förderung wird in 2015 anvisiert.

Im Hinblick auf die Länderprofile der ehrgeizigen Gesellschaft ist anzunehmen, dass Hudbay sich neben Südamerika vor allem in den USA nach möglichen Übernahmezielen umschauen wird bzw. das längst bereits getan hat. Hier würden sofort zwei fortgeschrittene Kupfer-Developer mit robusten und lukrativen Projekten ins Auge springen: Nevada Copper und Augusta Resource.

Augusta Resource wird schon lange als ein Übernahmefavorit für mittelgroße-große Förderer der Kupferbranche gehandelt. Hudbay hat das Potential der Juniorgesellschaft bereits schon frühzeitig erkannt und sich in Vergangenheit schon Anteile gesichert. Dieses Jahr wurde die Beteiligung auf bedeutende 15% ausgebaut, was die Ambitionen von Hudbday hinreichend unterstreichen dürfte.

Augusta’s weltklassse Rosemont Projekt ist bereits konstruktionsfertig; verfügt über eine sehr robuste, ökonomische, Multi-Milliarden schwere Ressource und die Einholung der finalen Minenfinanzierung läuft auf Hochtouren. Der einzige große Stein, der noch im Weg liegt, ist der extrem herausfordernde Abschluss des langwierigen und nervenaufreibenden Permitting-Prozesses. Seit sehr vielen Jahren dauert dieser nun an. Hierauf hat Augusta nur bedingt Einfluss, der Ball liegt klar bei den Behörden.

In den nächsten Monaten soll nach den jüngsten Unternehmensupdates nun aber endlich das finale, grüne Licht für Augusta’s Rosemont Mine kommen, die in einem Joint-Venture mit den asiatischen Big Player KORES und LGI entwickelt wird. Daneben ist auch Silver Wheaton in die Story seit langer Zeit involviert.

Der Abschluss der Genehmigungsverfahren könnte damit nicht nur zu einer Neubewertung der Gesellschaft führen, sondern auch den Weg für eine Übernahme ebnen. Es liegt bei diesen Konstellationen auf der Hand, dass Hudbay dann einen Übernahmeversuch starten wird.

Bildquellen: fotolia, istockphoto
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Oliver Groß
Oliver Groß ist seit vielen Jahren im Rohstoffsektor aktiv. Er ist Mitgründer und Initiator eines exklusiven Börsenforums, das sich auf Rohstoffe und Rohstoffaktien spezialisiert hat. Oliver Groß legt bei Rohstoffaktien und Rohstofftrends großen Wert auf ausführliche Fundamentalanalysen und tiefgehenden Research. Während der letzten Jahre konnte Herr Groß sein globales Kontaktnetzwerk im Rohstoffsektor weiter ausbauen. Er pflegt intensive Kontakte zu zahlreichen Unternehmenschefs, Geologen und Rohstoffspezialisten. Oliver Groß schreibt über aktuelle Geschehnisse an den Rohstoffmärkten und macht auf spannende Rohstoffstories aufmerksam.

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