Regal konzentriert sich auf Gold im Kongo

Gold-Exploration und Technologie zur Ölproduktion kamen als Kombination vielen Investoren komisch vor. Nun verkauft Regal Resources seine Anteile an der Technologie. Die verstärkte Konzentration auf die Goldsuche im Kongo sollte langfristig Früchte tragen.

Das Management des australischen Rohstoff-Unternehmens Regal Resources hat eine sehr weitreichende Entscheidung getroffen. Aus einem diversifizierten Konzern wird nun rein auf die Rohstoff-Suche konzentriertes Unternehmen.

Bisher hatte Regal Resources über seine Tochtergesellschaft Magma Oil einen 50prozentigen Anteil an dem Unternehmen UCtL. Die andere Hälfte besitzt Forbes Oil and Gas. Dieses Joint-Venture (UCTL) wiederum besitzt eine Technologie mit deren Hilfe aus minderwertiger Brownkohle flüssige Rohölprodukte gewonnen werden können.

Grob gesagt verbessert die UCTL-Technologie die Qualität der Kohlenwasserstoffe mit Hilfe Katalysatoren auf metallischer Basis. Aus diesen Produkten können dann mittels Raffinerien Ölprodukte gewonnen werden. Derzeit wird untersucht, wie weitreichend die Technologie eingesetzt werden könnte. Eine Pilot-Phase über 500.000 Tonnen Kohle wird ein erster Schritt sein. Ölsande, Schiefergas und Schieferöl sowie Braunkohle und deren minderwertigen Vorprodukte dürften Einsatzgebiete darstellen können.

Regal Resources Tochter Magma Oil wird für die UCTL-Lizenz von Forbes eine 2prozentige Gebühr (Royalty) für mittels des UCTL-Verfahrens hergestellte und verkaufte Kohlenwasserstoff-Produkte bekommen. Sollte sich das Verfahren als praktikabel herausstellen, könnte dies durchaus lukrativ für Regal sein. Denn ohne weitere Bindung von Management-Kräften würde etwas in die Kasse gespült. Und was aktuell noch wichtiger ist: Regal muss keine Mittel zur weiteren Entwicklung und Vermarktung der UCTL-Technologie aufwenden.

Das bedeutet zudem, dass sich das Management noch besser auf die Goldsuche im Kongo konzentrieren kann. Zwar besitzt Regal nebenbei noch Kohle-Projekte in Australien und eine weitere Beteiligung an einem Technologieunternehmen, doch die Fokusierung liegt eindeutig auf den Projekten im Kongo. Die derzeit rund 4,5 Millionen australischen Dollar, die derzeit noch in der Regal-Kasse sind, können auf diese Explorationsprojekte konzentriert werden.

Die Projekte im Kongo bieten ausgezeichnetes Explorationspotenzial. Daher darf die Entscheidung des Managements als positiv gewertet werden. Die nächsten Bohrergebnisse dürften das Potenzial unterstreichen. Zwar ist die Regal-Aktie noch sehr spekulativ. Vor allem weil der Konzern von der Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere Gold, und den derzeit sehr angespannten Umstände an den Märkten für Unternehmensfinanzierungen abhängig ist. Doch die Voraussetzungen für einen langfristigen Erfolg sind durch das Management geschaffen.

Bildquellen: fotolia, istockphoto
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